wohnhilfswerk

Ralph war das älteste Kind des Oberurseler Internisten Dr. med. Norbert Dickopf und seiner Ehefrau Adelheid. Eine schwere Behinderung gab seinem Leben und dem seiner Familie eine eigene Prägung. Es war Sinn und Auftrag seines kurzen Lebens, dass er trotz aller körperlichen und seelischen Schwächen und – ohne sich dessen bewußt zu sein – Initiator der Wohnanlage Alfred-Delp-Haus in Oberursel wurde. Dafür danken wir ihm.

Wenn durch einen Menschen
ein wenig mehr Liebe und Güte,
ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war,
dann hat sein Leben einen Sinn gehabt.
(Alfred Delp) 

(Text der Bronzetafel zur Erinnerung an Ralph Dickopf)

Aktuelles

Hans Alfred Kindling †

Das Wohnhilfswerk für behinderte Menschen e.V. und die Geschwister Jeckel Stiftung Oberursel trauern mit der Familie um ihn.
Beide Institutionen hat er von Anfang an mit aufgebaut und jahrzehntelang in den Vorständen ehrenamtlich mitgearbeitet. Sein Engagement war sehrvielfältig. Nichts war ihm zu viel, angefangen bei einfachen bis hin zu schwierigen Aufgaben. Entscheidend dabei war für ihn immer das Wohl der Bewohner des Alfred Delp Hauses, das Beste für sie und die Mitarbeiter war ihm gerade gut genug. Dafür hat er gekämpft in oftmals harten Auseinandersetzungen, dabei immer die Rechte behinderter Menschen im Blick und diese verteidigt. Wichtig war ihm, für die, die für sich selbst nichts tun, geschweige denn sprechen können, mitzudenken, mitzuarbeiten, mitzufühlen, ihnen also seine Stimme zu geben. Noch vor wenigen Wochen kam er schwerstkrank in eine Sitzung, allem Anschein nach, um sich zu verabschieden.

Der Deutsche Caritasverband Freiburg hat ihm in Anerkennung seiner vielfachen Verdienste im Jahre 2006 das Ehrenzeichen in Gold überreicht. Nahezu 40 Jahre intensiver ehrenamtlicher Tätigkeit bis in die letzten Tage hinein. Großer Dank und Anerkennung dafür.

Freizeit in Holland der Haus „Ralph"-Bewohner*innen vom 2. bis 6. September 2019

Im Haus „Ralph“ des Alfred-Delp-Hauses Oberursel leben 13 erwachsene Frauen und Männer mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung, die eine intensive pflegerische Unterstützung benötigen. 16 Mitarbeiter*innen betreuen die Bewohner engagiert und liebevoll in dem freundlich eingerichteten Wohnhaus, das in Oberursels zentraler Lage liegt und somit eine gute Anbindung für Aktivitäten und Unternehmungen bietet.

Endlich wieder eine Freizeit! Die Vorfreude der Bewohner*innen des Haus „Ralph“ war riesengroß. Am 2. September startete eine Gruppe von fünf Bewohnern und 4 Mitarbeitern unter Leitung von Kathrin Keil mit zwei Bussen zum „Center Park De Eemhof“ Zeewolde. Die angemieteten barrierefreien Ferienhäuser ließen keine Wünsche offen, und die mediterrane Atmosphäre am Eem-Meer bot alle Voraussetzungen für Luftveränderung und aktive Entspannung. Das ausgefüllte Reise-Programm umfasste die Erkundung des Freizeitparks und Umgebung, den Besuch des Dolfinariums in Harderwijk sowie einen Shoppingausflug. Als Highlight der Reise wurde einstimmig das „Hans en Grietje Pannenkoekenhuis“ gekürt. Das Pfannekuchenhaus ist ein Erlebnishaus, in dem alle großen Spaß hatten, z. B. beim Folgen der „Brotkrümel-Spur“.

Morgens ein gemütliches Frühstück mit frischen Brötchen und abends gemeinsam bei einem Gläschen den Tag auf der Terrasse ausklingen lassen – all dies und noch viel mehr wurde möglich durch die finanzielle Unterstützung des Wohnhilfswerkes für diese gelungene Freizeit.

Open air kino Oberursel im Rushmoorpark “Wunder“ - „Der Junge mit dem Astronautenhelm“, 30. August 2019

Was für ein Filmabend! Barrierefreies Open-Air-Kino mit dem Film „Der Junge mit dem Astronautenhelm“, organisiert vom LVKM (Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Hessen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein „Kunstgriff“ Oberursel sowie der Albrecht-Strohschein-Schule (AS), fand am 30. August 2019 von 20 bis 23.30 Uhr im Rushmoorpark Oberursel statt. Die Schüler der Oberstufe der AS-Schule hatten die Filmplakate erstellt. Der Film wurde gezeigt mit einer Gebärdendolmetscherin und durch eine Audiodeskription ergänzt.  Dorothea Henzler, Vorstandsvorsitzende des LVKM Hessen e. V. und Christof Fink, Stadtrat Oberursel, eröffneten den Filmabend. Als Vertreter des Netzwerkes standen Frau Englert (LVKM) und Thomas Eifert (Behindertenbeauftragter Stadt Oberursel) am Infostand für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Neugierde und Vorfreude lockten viele Oberurseler Bürger, Bewohner des Alfred-Delp-Hauses mit ihren Familien und Betreuern in den Rushmoorpark. Kleine technische Probleme verzögerten den Filmstart, aber das Publikum harrte aus und bediente sich an der Grill- und Getränkeauswahl vom Verein „Kunstgriff“.

Der blitzgescheite Junge Auggie weiß, dass er kein „gewöhnlicher“ Junge ist. Auggie versteckt seinen Kopf unter einem Astronautenhelm, damit niemand sein deformiertes Gesicht sehen soll.
Er hat seit seiner Geburt eine Fehlbildung an Gesicht und Kopf und bereits 27 Operationen hinter sich, die ihm danach ermöglichen zu atmen, zu sehen und zu hören. Als er als Fünftklässler erstmals eine Schule besucht wird er prompt zur Zielscheibe von Hänseleien und Mobbing.

Ein Film über Mitgefühl und Freundlichkeit, aber auch Stärke, Freundschaft, Anerkennung und gelungene Integrität ließ die Besucher nachdenklich mit der einen oder anderen Träne im Auge, aber voller optimistischer Zuversicht, nach Hause gehen.

Plakat zum Film mit Zeichnungen von Schülern der Albrecht-Strohschein-Schule

ADH-Sommerfest und 40. Geburtstag des Wohnhilfswerkes am 11. August 2019

Was für ein Sommerfest! Man kann sagen „Ein Sommerfest der Superlative“, das ist nicht übertrieben! Hochkarätige Gäste, Sponsoren, Bewohner mit ihren Familien, Mitarbeiter*innen des Alfred-Delp-Hauses sowie zahlreiche Oberurseler Bürger feierten gemeinsam ein ganz besonderes Fest - das diesjährige Sommerfest und den 40. Geburtstag des Wohnhilfswerkes. Das Ganze wurde organisiert von den Mitarbeiter*innen des ADH und dem Wohnhilfswerk, unterstützt von zahlreichen Helfer*innen.

Keine Wünsche blieben offen. Das Rahmenprogramm umfasste: Gottesdienst mit der Band „Jambo“,  die „Elbtal-Musikanten, die ADH-Trommelgruppe gemeinsam mit „ImPuls“, Kinderbasteln und –schminken, Jonglage-Workshop, Flohmarkt, Hüpfburg und Wasserrutsche, Kunsthandwerker-Basar.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Leckere Speisen und Getränke sowie ein unglaubliches Torten- und Kuchenbüfett aus Spenden und eine mobile Eisdiele verwöhnten die Gaumen. Nicht zu vergessen: Für Fragen und Beratung standen die Mitarbeiter den Interessenten und ihren Familien den ganzen Tag gern zur Verfügung.

Auf Wunsch der Bewohner waren erstmalig auch die Brunnenkönigin und ihr Brunnenmeister zu Gast beim Sommerfest. „Es ist ein besonderer Auftritt“ schwärmte Brunnenkönigin Pia I.  Sie schätzt die familiäre und offene Atmosphäre im ADH.  „Die Menschen leben selbstbestimmt und sind in Oberursel integriert. Das zeichnet die Einrichtung aus“, äußerte sich die Brunnenkönigin begeistert, die selbst Erfahrung in sozialer Arbeit hat.

Zum Auftakt feierten Pfarrer Unfried und die Messdiener des ADH mit den Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeiter*innen und Gästen ihren Gottesdienst, musikalisch umrahmt von der Band „Jambo“.

Herr Dr. Dr. Söling, Geschäftsführer des Sankt Vincenzstifts, eröffnete den Festakt und dankte Herrn Dr. Dickopf für sein  langjähriges Engagement und die unermüdliche Arbeit; gefolgt von Lena Tillmann, stellvertretende Leiterin des ADH.  Gedankt wurde auch Herrn Otto Pappert, der die Geschäftsleitung des Sankt Vincenzstifts verlässt und in seinen wohlverdienten Ruhestand geht.

Auch Dr. Hejo Manderscheid, Diözesan-Caritasdirektor i.R.  (in Ruhestand) liess es sich nicht nehmen die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit zu würdigen. Er war als Caritasdirektor in Limburg bis 2009 ein in vielen Jahren wichtiger Ansprechpartner für Dr. Norbert Dickopf und das WOHNHILFSWERK für behinderte Menschen e.V.

Die große Verbundenheit zwischen der Stadt Oberursel und dem ADH seit seiner Gründung legten Herr Jürgen Banzer, Kreistagsvorsitzender
und Mitglied des Hessischen Landtags sowie ehemals Landrat des Hochtaunuskreises und Herr Fink im Auftrag von Herrn Bürgermeister Brum in ihren Grußbotschaften dar und unterstrichen die enge freundschaftliche Zusammenarbeit.

Es folgten Gruß- und Dankesworte vom Vorsitzenden des Wohnhilfswerkes, Herrn     van´t Hoofd, für die Unterstützer des Bauobjektes ADH von Beginn 1985 bis zur Gegenwart.
Verbunden mit einem großen Dankeschön folgte die Übergabe von Geschenken für alle 147 Mitarbeiter*innen des ADH zum Jubiläums-Sommerfest sowie Blumensträuße für langjährige Mitstreiter im Wohnhilfswerk. Von den Bewohnern gab es selbst gekochte Marmelade für alle Helfer*innen.

Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr war der 40. Geburtstag des Wohnhilfswerkes. Der Gründer und Initiator Dr. Norbert Dickopf war ein wenig aufgeregt. Und er hatte allen Grund dazu. Er kann zurückblicken auf einen langen, manchmal auch steinigen Weg zur Erreichung der angestrebten hohen Ziele bei seiner Arbeit als jahrzehntelanger 1. Vorsitzender. Auch seit seiner Ernennung zum Ehrenvorsitzenden bringt er sich und seine Ideen weiterhin in die Arbeit des WHW ein.
Ein extra Dankeschön wurde ihm in Form einer gelungenen Überraschung zuteil.      Dr. Dickopf staunte nicht schlecht, als die „Elbtal-Musikanten“ einmarschierten. Die Musiker kommen aus dem Westerwald, der Heimat von Dr. Norbert Dickopf, der das Orchester gut kennt und liebt.
Immer wieder hörte man ihn sagen: „Ich fasse es nicht. Alle haben es gewusst und dicht gehalten, auch meine ganz Familie. Ich freue mich so.“
Die fröhlichen Lieder und Stücke der „Elbtal-Musikanten“ begleiteten den sommerlichen Nachmittag, sodass Herr van´t Hoofd es sich nicht nehmen ließ, den Taktstock einmal selbst in die Hand zu nehmen.

Sonnenschein, beste Stimmung und fröhliches Miteinander prägten das Fest. Fast 400 Menschen feierten zusammen, auch zahlreiche Oberurseler Bürger. „Ich komme jedes Jahr hierher. Mir gefällt besonders die Fröhlichkeit und die Musik“ sagte Claudia Sobiech aus dem  Haus „Altkönig“.

Mit Tanz und Karaoke ging das gelungene Sommerfest 2019 am späten Nachmittag zu Ende.

Kinoabend im Rahmen des Oberurseler Sommers, 2. August 2019

„Die Entdeckung der Unendlichkeit“

Unendliche Liebe und schwarz Löcher – ein grandioser Film mit Anspruch und Witz über die Liebe und das Leben des großen Physikers Stephen Hawking, umrahmte das Programm des Oberurseler Sommers am 2. August im Hof des Alfred-Delp-Hauses.  Gemeinsam mit dem Verein „Kunstgriff“ (Filmaufführung) sorgte das Team des ADH, Betreutes Wohnen, mit Frank Grimmer, Daniela Strickert, Eva-Maria Preis und weitere Helfer (Grillwürstchen und Getränke) für einen gelungenen Kinoabend. Obwohl nach einem starken Gewitter der Abbruch des Filmes zu drohen schien, ließen sich die Mitglieder des Kunstgriffs und die zahlreich erschienenen Zuschauer nicht von dunklen Wolken und Regen abhalten, den Kinoabend durchzuführen und zu genießen.

 

2. Bike-, Trike & Quad Fest, 6. Juli 2019

„Ein Lächeln zaubern“ – so hieß das Motto des diesjährigen 2. Bike-, Trike- & Quad-Festes am 6. Juli 2019 auf dem Gelände des Alfred-Delp-Hauses.

Sonne pur, begeisterte Bewohner, glückliche Betreuer und Organisatoren, kulinarische Vielfalt, beste Stimmung und Musik bestimmten den Sonntag.

Dass die Veranstaltung stattfinden konnte, dafür zeichneten Frau Jasmin Achenbach (ehemalige Mitarbeiterin im ADH und Mitglied der „Bikerfreunde Spessart“), Frau Lena Tillmann (ADH) sowie Herr van´t Hoofd (Wohnhilfswerk) verantwortlich.

Die Gruppen „Bikerfreunde Deutschland“, „Bikerfreunde Spessart“ und „Quad- und Trike-Kinder Vorderpfalz“ rückten an mit 10 Bikern und ihren 9 Quads, Trikes und Spider.

Die Biker stellten sich für die Rundfahrten mit ihren „Maschinen“ ausschließlich für die Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung. Und das Ganze kostenlos! Die „Bikerfreunde Deutschland“ unterstützen viele soziale Projekte in ganz Deutschland www.quadkinder.com.

Allerbeste Stimmung begleitetete das Event von 11 Uhr bis zum Nachmittag. Gemäß dem fantastisch umgesetzten Motto des Tages verabschiedeten die Bikerfreunde Deutschland, rund um Jürgen Weber, viele glücklich „lächelnde“ Biker-Mitfahrerinnen und –Fahrer.

Die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Betreuern hoffen auf ein Wiedersehen in 2020.

Glückliche Bewohner

Die ca. 50 Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Betreuern konnten es gar nicht erwarten, dass sie auf den „Feuerstühlen“ sitzen und mit den Bikerfahrern losdüsen konnten. Anmelden, Helm abholen, Aufsitzen und los ging es rund um Oberursel!

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Leckere Salate, Kuchen, Würstchen und Getränke gingen gratis von Oberurseler Firmen und Geschäfte über die Theke. Rund um Herrn Peter von der Firma Fischer unterstützten sie das Fest. 

Fischer Heizung und Sanitär, Gasthaus „Zum Schwanen“, Schreinerei Reul,  Bistrorante „Primavera“,
Steuerberatung Baldus, Bäckerei Matthiesen, Versicherungsservice Fetzberger, Finanzberatung Krailing, Fahrschule Sauer, Firma Zdralek

Mitgliederversammlung, 24. Juni 2019

Am 24.6.2019 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Wohnhilfswerkes statt. Wesentlich war der Tätigkeitsbericht des 1. Vorsitzenden, ebenso der Bericht des Schatzmeisters, der laut externer Kassenprüfung keinerlei Beanstandungen ergab. In diesem Jahr sind umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen in den einzelnen Wohnhäusern des Alfred-Delp-Hauses notwendig, die vom Wohnhilfswerk getragen werden.